Arzneimittelfälschungen – Internethandel und liberalisierter EU-Binnenmarkt begünstigen zunehmende Kriminalität

Medizin & Pharma
Die Produktpiraterie auf dem europäischen Arzneimittelmarkt nimmt drastisch zu. Als Übeltäter Nr. 1 gilt der Internet-Versandhandel über unseriöse Anbieter.

Im Jahr 2006 wurden in der EU 384 Prozent mehr Arzneimittelfälschungen entdeckt als im Jahr zuvor. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass bis zu 30 Prozent der in Entwicklungsländern angebotenen Präparate in irgendeiner Weise gefälscht sind.
Die meisten illegalen Arzneimittel werden über den Arzneimittelversand via Internet in Deutschland vertrieben. Vielfach wird die Forderung nach einem Verbot des Versandhandels mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln laut.
Als weitere Gefahrenquelle für steigende Arzneimittelkriminalität betrachtet die Branche die anstehende Liberalisierung des deutschen Apothekenmarktes und die Angleichung an europäisches Recht.

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